Zwischen den Jahren: Arbeitsprozesse reflektieren, statt sie vorschnell zu optimieren

„Klar denken, Struktur schaffen, Wirkung ermöglichen.“ – Emanuel Weke – www.IT-Fitness-Trainer.de

📌Klarheit zwischen den Jahren

Die Tage zwischen den Jahren fühlen sich anders an.
Der Kalender ist leerer.
Der Kopf ist wacher.

Viele merken jetzt:
Manche Dinge liefen dieses Jahr nicht rund.
Aber noch ist unklar, was genau.

Und oft ist da dieses Gefühl:
Es ist nicht alles falsch gelaufen.
Aber einiges fühlt sich unnötig schwer an.

Warum sich das Jahresende dafür eignet

Zwischen den Jahren fällt etwas weg, das uns sonst ständig begleitet: Tempo.
Weniger Termine. Weniger Meetings. Weniger Reaktionsdruck.

Plötzlich wird sichtbar, was vorher im Alltag untergegangen ist.
Nicht als akutes Problem.
Sondern als leise Beobachtung.

Genau dafür eignet sich diese Zeit.
Nicht, um sofort etwas zu verändern.
Sondern um wahrzunehmen, wie gearbeitet wird.

Das Jahresende ist deshalb keine Zeit für neue Tools.
Es ist eine Zeit für ehrliche Beobachtung.

Warum Aktionismus jetzt selten hilft

Wenn Unruhe entsteht, folgt oft Aktivität.
Neue Methoden. Neue Tools. Neue Vorsätze.

Aktionismus fühlt sich produktiv an.
Reflexion fühlt sich langsam an.

Und genau deshalb wird sie oft übersprungen.

Typische Folgen:

  • Prozesse werden verändert, ohne dass klar ist, warum
  • Tools werden eingeführt, um Symptome zu lindern
  • Energie fließt weiter – nur in andere Richtungen

Verbesserung beginnt nicht mit Umsetzung.
Sie beginnt mit Verstehen.

Wo Arbeitsprozesse Energie verlieren

Wer genauer hinschaut, erkennt meist keine großen Fehler.
Sondern viele kleine Reibungen.

Zum Beispiel:

  • Meetings, die informieren, aber keine Entscheidungen festhalten
  • E-Mails, die Aufgaben verteilen, ohne Verantwortlichkeiten zu klären
  • Dokumente, die existieren, aber niemand wirklich nutzt

Diese Punkte sind selten neu.
Sie werden nur im Alltag überdeckt –
durch Tempo und Gewohnheit.

Was M365 sichtbar machen kann

M365 löst keine Prozessprobleme.
Aber es macht sichtbar, wo sie entstehen.

Viele merken beim Blick in ihre Arbeitsumgebung nicht,
dass ihnen etwas fehlt,
sondern dass ihnen zu viel begegnet.

Zum Beispiel:

  • Informationen sind mehrfach abgelegt
  • Aufgaben entstehen, verschwinden aber wieder
  • Abstimmungen laufen, ohne Ergebnis

Nicht selten zeigt sich:
Informationen sind vorhanden –
Entscheidungen nicht.

Diese Sichtbarkeit ist wertvoll.
Nicht, um sofort einzugreifen.
Sondern um Muster zu erkennen.

Wo Copilot unterstützen kann – und wo nicht

Copilot kann unterstützen:

  • beim Zusammenfassen
  • beim Strukturieren
  • beim Reduzieren von Informationslast

Copilot kann nicht:

  • unklare Prozesse sinnvoll machen
  • fehlende Entscheidungen ersetzen
  • Verantwortung klären

Copilot ist kein Startpunkt.
Copilot ist ein Verstärker.

Wer Copilot ohne Klarheit nutzt,
automatisiert vor allem Unsicherheit.

Deshalb gilt auch hier:
Klarheit kommt vor Geschwindigkeit.

Klarheit kommt vor Tempo

Zwischen den Jahren entsteht oft der Wunsch,
im neuen Jahr besser zu starten.

Das ist verständlich.
Aber echte Verbesserungen entstehen nicht aus Tempo.
Sondern aus Einsicht.

Wer jetzt hinschaut,
statt sofort zu handeln,
legt den Grundstein für echte Veränderungen im neuen Jahr.

Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Aber nachhaltig.

Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment,
nicht zu verändern –
sondern zu verstehen.

Vielleicht braucht es dafür keinen großen Plan.
Sondern einen gemeinsamen Ort, um Beobachtungen festzuhalten.
Eine einzige, gemeinsam gefüllte Seite in OneNote kann dafür reichen –
als leiser Startpunkt, um Arbeitsweisen zu verstehen, bevor sie verändert werden.

Ich wünsche dir ruhige Tage zwischen den Jahren
und Klarheit für die nächsten Schritte.

Emanuel Weke

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